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Büsten

DIE FASZINATION DER BÜSTEN

Als Büste bezeichnet man in der Regel ein reliefplastisches Bildnis einer Person, das den Kopf mit Oberkörperanschnitt zeigt. Die Darstellung eines Menschen wird dabei durch Schulter, Brust, Leibes- oder Körpermitte begrenzt. Sehen kann man dies bereits gut ausgeprägt anhand der antiken Büste der Antonia d. J. um 50 n. Chr. In Ägypten beispielsweise ist die Büste der Nofretete ein Bildhauermodell. Und in der Griechischen Kunst sind diese Arbeiten vor allem im Zusammenhang mit dem Gott Hermes bekannt. Aus der römischen Spätantike stammt der Typus der "Schildbüste", bei der der jeweilige Abschnitt in einem senkrechten, kreisrunden Rahmen erscheint. Eine herausragende Stellung hat im Mittelalter der Cappenberger Barbarossakopf bekommen. Er ist nach dem berühmten deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa benannt. Auch die gotische Bauskulptur ist durch Peter Parler mit den Büsten am Triforium des Prager Veitsdoms bekannt geworden.

Aber erst in der Renaissance hat dann die Porträtbüste ihre volle Bedeutung erhalten. In der Barockzeit waren in Italien Pietro und Gian Lorenzo Bernini und Alessandro Algari bedeutende Meister. Zur antiken Form dieser Stilrichtung hatte der Klassizismus eine besondere Affinität. Christian Daniel Rauch und Johann Gottfried Schadow gelten als die wichtigsten Porträtisten dieser Zeit in Deutschland. Die Büsten dienen gerade in neuerer Zeit einer ideologischen Identifikationspolitik. Hier sind das Karl-Marx-Monument in Chemnitz und die Lenin-Büste in Ulan-Ude zu nennen. In Mangin steht auch eine Gorbatschow-Büste aus dem Jahr 2010. Weitere bedeutende Werke existieren von Cäsar, Karl dem Großen, Richelieu (Gian Lorenzo Bernini) und der Comtesse de Sabran (Jean-Antoine Houdon). Die Preisunterschiede können dabei gewaltig sein. Sie richten sich je nach Bedeutung des jeweiligen Schöpfers sowie nach der individuellen Größe jedes Kunstwerks. Manche Werke sind aufgrund ihrer kunstgeschichtlichen Bedeutung schlicht unbezahlbar - so etwa die Skulptur der Nofretete.