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Fernando Botero

Fernando Botero Bronzefiguren & Skulpturen

„Ich gebe allem Volumen: einem Tier, einem Mann, einem Pferd, einer Landschaft, was es auch sei. Großzügigkeit und Üppigkeit stehen für mich in enger Verbindung mit der Sinnlichkeit.“

Der kolumbianische Bildhauer und Maler Fernando Botero gilt als profiliertester bildender Künstler Lateinamerikas. Seine Darstellungen grotesk aufgeblähter Tiere und Menschen sind weltberühmt und seine Skulpturen finden sich in Metropolen rund um den Globus.

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Moderne Bronzeskulptur - Family - signiert Botero
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Fernando Botero (*1932)

Fernando Botero kommt am 19. April 1932 in Medellín in Kolumbien zur Welt. Nach dem frühen Tod des Vaters 1936, muss die Mutter ihre drei Söhne und sich selbst alleine ernähren. Mit ihrem knappen Gehalt als Näherin, kommen die vier oft nur gerade so über die Runden. Fernando besucht zunächst eine Jesuitenschule. Fördergelder und Zuwendungen aus der Verwandtschaft ermöglichen ihm diesen Bildungsweg. Schon früh kommt er dort in Kontakt mit barocker, christlicher Kunst. Als er 15 Jahre alt ist, setzt sein stierkampfbegeisterter Onkel sich dafür ein, dass Fernando auf eine Torero-Schule geschickt wird. Er verbringt dort zwei Jahre und lernt nur wenig über den Stierkampf. Vielmehr entdeckt er dort seine Begeisterung für die Malerei. Botero zeichnet und malt die Tiere lieber, als sich mit ihnen in der Arena anzulegen.

Madrid, Paris, Florenz: Studienjahre in Europa

Schon bald arbeitet Botero als Illustrator bei der Zeitung und stellt 1948 im Rahmen einer gemeinsam mit anderen Künstlern ausgerichteten Ausstellung erstmals seine Werke öffentlich zur Schau. Nach einigen Einzelausstellungen in Bogotá investiert Botero das gewonnene Preisgeld in eine Reise nach Europa. In Spanien studiert er an der Academia de San Fernando, zieht aber 1953 nach Paris weiter, wo er viel Zeit im Louvre verbringt. In Florenz studiert er später die Werke der europäischen Renaissance.

Üppige Frauen und dicke Tiere - Entwicklung des Boterismo

In seinem Werk zeigen sich schon früh Boteros besonderer Stil. Seine Figuren stellt er schon in seinen Frühwerken oft sehr üppig dar, wie man es auch aus Gemälden des Barock kennt. Wirklich deutlich wird das aber erst ab 1956. Zu dieser Zeit lebt Botero in Mexiko, um sich abermals mit großen Werken der Vergangenheit zu beschäftigen. Vor allem Kirchenmalereien studiert er hier und arbeitet unter anderem an einem Stillleben einer Mandoline. Dieses Instrument führt ihn auf den Weg zu seiner künstlerischen Identität, als Botero auffällt, dass das Instrument durch die kleinen Schalllöcher viel größer erscheint, als es ist. Nach einem kurzen Aufenthalt in Bogotá, wo er als Professor an die Kunsthochschule berufen wird, zieht Botero 1960 nach New York. Dort gewinnt er nicht nur den Guggenheim National Prize für Kolumbien, sondern entwickelt in den folgenden Jahren seinen unverkennbaren Stil immer weiter: Den sogenannten Boterismo. Charakteristisch für diesen Stil sind die überzeichneten, üppigen und ausladenden Formen der Figuren. Oft wirken sie als hätte der Künstler ein Ventil angesetzt und die Figuren aufgeblasen.

Wendung zur Wölbung - Botero als Bildhauer

Ab Mitte der 60er Jahre wendet er sich vermehrt auch der Bildhauerei und bald dem Bronzeguss zu. Dabei überträgt er seinen Stil aus der Malerei auf die Skulpturen. In ihrer räumlichen Ausdehnung wirken die oft grotesk verzerrt dargestellten Tiere und Menschen noch individueller, noch eindeutiger im Boterismo verhaftet. Häufig wird Botero hier nachgesagt, satirisch-politische Deutungen evozieren zu wollen. Das allerdings streitet er selbst vehement ab, ganz im Gegenteil bedeuteten für ihn die runden, vollen Figuren immer eine Verherrlichung von Sinnlichkeit und Leben. Im Jahr 1969 entdecken ein Kunsthistoriker und ein Kurator aus Deutschland den Künstler mit dem eigenwilligen Stil. Sie laden ihn nach Deutschland ein und organisieren für seine Werke einige Ausstellungen. Damit begannen die großen Erfolge des Künstlers. Boteros Figuren stehen mittlerweile an vielen weltbekannten Orten im öffentlichen Raum. Etwa auf der Champs-Élysées in Paris oder der Park Avenue in New York. Für Botero ist die Bildhauerei ein Weg an die breite Öffentlichkeit, denn durch sie kann er seine Werke im öffentlichen Raum und nicht nur in Museen oder gar Privatsammlungen zur Schau stellen.

Dynamisch, dick und vier Meter groß - Das "Pferd" in Berlin

Auch vor dem Brandenburger Tor in Berlin stellte Botero eine Figur auf. Die schlicht "Pferd" betitelte, eine Tonne schwere und vier Meter hohe Bronzeskulptur hatte Botero 2007 eigens für diesen Ort geschaffen. Das Pferd, natürlich dicklich und überzeichnet dargestellt, repräsentierte damals für Botero Dynamik und Aufbruch. Das Brandenburger Tor wiederum stehe wie kaum ein anderes Bauwerk für die Bewegung und Aufbruchsstimmung nicht nur des gegenwärtigen Deutschlands sondern vor allem seiner Geschichte. Dass Boteros Pferd mit seinem enormen Volumen, ebenfalls für Kraft und Beharrlichkeit stehen kann, nahm der Künstler bewusst in Kauf und verwies auf den sich ergebenden Kontrast zur über dem Tor thronenden Quadriga. Eine kleinere Version dieses Pferdes können Sie hier im Shop kaufen und sich damit ein Werk eines großen Künstlers und etwas Berliner Flair ins Haus holen. Heute lebt Fernando Botero abwechselnd in verschiedenen Städten in Europa, Nord- und Südamerika. Er ist auch im fortgeschrittenen Alter weiterhin künstlerisch aktiv.