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Gaston Lachaise

Gaston Lachaise Bronzefiguren & Skulpturen

Gaston Lachaise (1882-1935) war ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer. Er gilt als Wegbereiter des amerikanischen Modernismus. Künstlerisch tätig war Lachaise in der dritten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Europa ist er nur wenigen bekannt.

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Gaston Lachaise (1882-1935)

Gaston Lachaise war ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer. Er gilt als Wegbereiter des amerikanischen Modernismus. Künstlerisch tätig war Lachaise in der dritten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Europa ist er nur wenigen bekannt.

Gaston Lachaise (1882-1935)

war ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer. Er gilt als Wegbereiter des amerikanischen Modernismus. Künstlerisch tätig war Lachaise in der dritten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Europa ist er nur wenigen bekannt.

Das Leben von Gaston Lachaise

Lachaise wurde am 19. März 1882 als Sohn eines Tischlers der vornehmen Pariser Gesellschaft geboren. Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er, sich für Kunst und Bildhauerei im Speziellen zu interessieren.

Mit 16 Jahren besuchte er die Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris, wo er das Kunsthandwerk der Bildhauerei erlernte. Nachdem der junge Künstler eine Büste von Ally, seiner Schwester, angefertigt hatte, waren entsandten seine Lehrer ihn zum Salon des Artistes Francais, der renommiertesten Leistungsschau bildender Künste.

In der Folgezeit lernte er die Franco-Kanadierin Isabel Dutaud Nagle kennen. Er brach sein Studium ab und folgte ihr aus Liebe in die USA. 1928 bemerkte der Skulpteur in seinen autobiographischen Aufzeichnungen, dass von ihr all seine Inspiration und maßgeblicher Einfluss auf seine Werke ausging.

Um die Überfahrt finanzieren zu können, arbeitete der junge Bildhauer als Hilfsarbeiter für den französischen Glaskünstler René Lalique (1860-1945). In den USA arbeitete er desgleichen als Assistent verschiedener Künstler. Unter anderem war er drei Jahre lang für den Bildhauer Henry Hudson Kitson (1863-1909) tätig. Für diesen arbeitete er Details an Kriegsdenkmälern aus.

Einflüsse auf seine Werke

In seiner Freizeit fertigte er Statuen aus Ton, dessen Vorbild seine Liebe und Muse war. 1913 machte er erstmals mit seiner Statue "Nackte Frau im Mantel" öffentlich auf sich aufmerksam. Fortan erhielt er zahlreiche Aufträge. Berühmtheit erlangte er aber vor allem durch seine skulpturalen Huldigungen seiner Liebe.

Die Arbeiten des Bildhauers galten zu seiner Zeit als höchst provokativ. Er fertigte weibliche Körper mit dünnen Beinen und großen Brüsten. Diese entsprachen nicht dem weiblichen Schönheitsideal; sie waren Werke des Aufbegehrens gegen die Prüderie der amerikanischen Gesellschaft.

In seinen späteren Werken verherrlichte Lachaise die Weiblichkeit, indem er Körperpartien in nahezu grotesken Proportionen darstellte. Sein Spätwerk war nicht mehr so sehr ein Abbild Isabels, sondern vielmehr ein Abbild seiner Liebe zu ihr.

Der französisch-US-amerikanischer Bildhauer verstarb unerwartet kurz nach der Eröffnung einer ihm gewidmeten Retrospektive, welche vom Museum of Modern Art in New York ausgerichtet wurde.

Damit war er der erste lebende Künstler, dem die Ehre zuteil wurde, noch zu Lebzeiten mit einer Retrospektive gewürdigt zu werden. Auch das berühmte Designerehepaar Eames ehrte den Künstler Lachaise auf eine besondere Art: Sie entwarfen eine Liege, welche in Anlehnung an die Skulptur "Nackte Frau mit Mantel" designt wurde.