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Gaston Lachaise

Gaston Lachaise Bronzefiguren & Skulpturen

Gaston Lachaise war ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer. Er gilt als Wegbereiter der amerikanischen Kunst der Moderne. Künstlerisch tätig war Lachaise zwischen 1900 und 1935. Sein Wirkungskreis konzentrierte sich vor allem auf die USA. Darum ist er in Europa bis heute nur wenigen bekannt.

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Gaston Lachaise (1882 - 1935)

Lachaise wurde am 19. März 1882 als Sohn eines Tischlers geboren. Sein Vater zog seine Kundschaft aus der vornehmen Pariser Gesellschaft. Er designte zum Beispiel Gustave Eiffels Appartement im Eiffelturm. Dadurch kam Lachaise bereits früh mit Pariser Kunstliebhabern in Berührung. Schon im Alter von 13 Jahren begann er, sich für Kunst und Bildhauerei im Speziellen zu interessieren. Er begann ein Studium der Bildhauerei an der Ecole Bernard Palissey. Mit 16 Jahren wechselte er zur Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris, wo er verschiedene Techniken der Bildhauerei erlernte. Nachdem der junge Künstler eine Büste von seiner Schwester Ally angefertigt hatte, entsandten seine Lehrer ihn zum Salon des Artistes Francais, der renommiertesten Leistungsschau bildender Künste.

Ein Künstler findet seine Muse

Lachaise blickte auf eine erfolgreiche Zukunft als Künstler. Zwischen 1901 und 1903 lernte er die Franco-Kanadierin Isabel Dutaud Nagle kennen. Sie war verheiratet, 10 Jahre älter als der 23-jährige Künstler und übte eine große Faszination auf Lachaise aus. Sie inspirierte ihn und seine Kunst, weckte Visionen und lenkte als Muse sein künstlerisches Schaffen. Er war verliebt und sah seine kreative Schaffenskraft durch eine Trennung von Isabel gefährdet. Er brach sein Studium ab, arbeitete ein Jahr lang als Hilfsarbeiter für einen Glaskünstler und folgte seiner Muse schließlich in die USA. Über seine gesamte Lebenszeit hinweg schrieb er Isabel insgesamt 567 Briefe, in denen er seine Liebe erklärte und seinen Arbeitsfortschritt dokumentierte. 1928 bemerkte Lachaise in seinen autobiographischen Aufzeichnungen, dass er diesen Schritt nie bereute und den großen Einfluss seiner Muse auf seine Kunst nie missen wollte.

Der Heimat den Rücken gekehrt

In den USA kam Lachaise 1905 an und plante keine Rückkehr in seine Heimat. Er arbeitete in Boston als Assistent verschiedener Künstler, wie er es in Europa bereits getan hatte. Unter anderem war er drei Jahre lang für den Bildhauer Henry Hudson Kitson (1863-1909) tätig. Für diesen arbeitete er Details an Kriegsdenkmälern aus.Seine Freizeit verbrachte er damit, kleine Tonstatuen mit üppigen Formen von nach dem Vorbild Isabels herzustellen. Er nannte sie “ma belle” und ließ seine Erfahrungen als Assistent des Glaskünstlers in diese Figuren einfließen, wodurch sie einen Einschlag des Jugendstils erhielten.

Der Durchbruch mit “Nackte Frau im Mantel”

Viele Jahre arbeitete Lachaise an seiner Technik und seiner Kunstfertigkeit. 1913 machte er erstmals mit seiner Statue Nackte Frau im Mantel öffentlich auf sich aufmerksam. Die amerikanischen Kunstliebhaber waren begeistert von diesem Werk und fortan erhielt er zahlreiche Aufträge. Es dauerte nicht lang, bis die Kunstwelt auch von seinen Huldigungen an seine Muse erfuhr. Durch diese Arbeiten erlangte er noch mehr Aufmerksamkeit und wurde zu einem bekannten Künstler.

Stetig wachsender Erfolg durch schamlose Provokation

Die Arbeiten des Bildhauers galten zu seiner Zeit als höchst provokativ. Er fertigte weibliche Körper mit dünnen Beinen, breiten Hüften und großen Brüsten. Diese entsprachen nicht dem weiblichen Schönheitsideal; sie waren Werke des Aufbegehrens gegen die Prüderie der amerikanischen Gesellschaft. Sie verkörperten Weiblichkeit und Wolllust und provozierten die amerikanische Gesellschaft mit unverhüllter Erotik und plakativer Nacktheit. In seinen späteren Werken verherrlichte Lachaise die Weiblichkeit, indem er Körperpartien in übertriebenen Proportionen darstellte, wie es bei der Skulptur Sitzende Frau mit angehobenen Armen erkennbar ist. Sein Spätwerk war nicht mehr so sehr ein Abbild Isabels, sondern vielmehr ein Abbild seiner Liebe zu ihr, in dem seine Besessenheit von der weiblichen Sexualität zum Ausdruck kommt.

Hochzeit mit der Muse und eine eigene Ausstellung

Das Jahr 1917 war ein glückliches Jahr für den Künstler. Er erlangte die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und heiratete seine große Liebe und Muse Isabel in New York. Im Jahr 1918 folgte seine erste eigene Ausstellung in den Stephan Bourgeois Galleries, die von Kritikern hoch gelobt wurde. Der Erfolg führte zu einer weiteren Ausstellung in dieser Galerie im Jahr 1920. In den folgenden Jahren stellte Lachaise seine Werke weiterhin erfolgreich aus und bekam dadurch zahlreiche Auftragsarbeiten. Unter anderem schuf er die Reliefs am Eingang und innerhalb des Rockefeller Centers.

Künstlerischer Nachhall bis weit nach dem Tod

Der französisch-US-amerikanischer Bildhauer verstarb unerwartet kurz nach der Eröffnung einer ihm gewidmeten Retrospektive, welche vom Museum of Modern Art in New York ausgerichtet wurde. Damit war er der erste lebende Künstler, dem die Ehre zuteil wurde, noch zu Lebzeiten mit einer Retrospektive gewürdigt zu werden. Auch das berühmte Designerehepaar Eames ehrte den Künstler Lachaise auf eine besondere Art: Sie entwarfen eine Liege, welche in Anlehnung an die Skulptur "Nackte Frau mit Mantel" designt wurde. Auch nach seinem Tod waren die Werke Lachaises noch auf zahlreichen Ausstellungen vertreten und auch das Museum of Modern Art veranstaltete eigens für seine Werke Ausstellungen. Bis heute sind die Skulpturen dieses Künstlers wertvolle Teile verschiedener Ausstellungen.