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Josef Lorenzl Bronzefiguren & Skulpturen

Josef Lorenzl war ein österreichischer Bildhauer und Keramiker. Er verschrieb seine Werke dem Art Déco und reihte sich mit Ferdinand Preiss (1882-1943) und Demetre Haralamb Chiparus (1886-1947) bei den bekannten Künstlern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein.

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Josef Lorenzl (1892 - 1950)

Josef Lorenzl wurde am 1. September 1892 in Wien geboren. Über seine familiären Umstände und sein frühes Leben ist nur wenig bekannt. Zuerst trat er als Bildgießer im Wiener Arsenal in Erscheinung. Dort erlernte der junge Skulpteur das Bronzegießen. Die damalige Militäreinrichtung beschäftigte nicht nur Soldaten oder Verwaltungs- und Versorgungsangestellte. Auch Bildgießer fanden ihren Einsatz in der Anlage, um das Militär in die Kultur einzubinden. Lorenzl war Teil dieser kulturbildenden Maßnahme.

Mit Erfolg zum Abschluss der Ausbildung

In der Arsenaler Bronzegießerei fertigte er seine ersten Bronzeskulpturen. Er brauchte nur wenige Versuche, um Skulpturen zu schaffen, die auf große Bewunderung stießen. Neben diesen hat er zahlreiche Kombinationsplastiken aus Bronze und Elfenbein geschaffen, die ebenfalls Begeisterung ernteten. Bestätigt in seinem Talent, setzte er seine Arbeiten fort, lernte stetig dazu und schloss schließlich seine Ausbildung erfolgreich ab.

Einzigartige Werke aus Bronze und Elfenbein

Vor allem Lorenzls Werke aus Bronze und Elfenbein zeigten ein immer wiederkehrendes Motiv. Schlanke Tänzerinnen in eleganten Posen, oft unbekleidet und mit geschlossenen Augen dargestellt. Der Betrachter fühlte sich in die Kunst des Tanzes einbezogen und konnte förmlich die Hingabe spüren, die die dargestellte Tänzerin für die Bewegungen empfindet. Zu erkennen sind Lorenzls Kombinationsplastiken nicht nur an diesem unverwechselbaren Ausdruck. Seine Werke signierte er entweder mit "Lor" oder mit "Enzl". Daneben gibt es auch Skulpturen, die zwar durch die Hand des Bildhauers entstanden, aber von „Crejo“, einen befreundeten und talentierten Maler, signiert wurden. Mit ihm arbeitete Josef Lorenzl zeitweise zusammen. Er gab den Skulpturen Lorenzls den letzten Schliff, indem er sie bemalte und ihnen damit ein einzigartiges Aussehen gab.

Der Blick über den Tellerrand

Lorenzl war ein vielseitiger Bildhauer, der sich nicht nur auf ein Material spezialisierte. Oft experimentierte er mit neuen Materialien. Ein besonderes Händchen bewies er beim Umgang mit Keramik. Neben seinen faszinierenden Plastiken aus Bronze und Elfenbein stellte er Keramikskulpturen her. Die Manufaktur Goldscheider ist auf diese Arbeiten aufmerksam geworden und unterstützte den Künstler in seiner Arbeit mit zahlreichen Bestellungen dieser Werke. Für die Herstellung der Keramikskulpturen stellte Friedrich Goldscheider (1845-1897) Lorenzl ein Atelier auf dem Firmengelände der Manufaktur zur Verfügung. Seine Keramikskulpturen zeichneten sich durch eine klare Formensprache, einfache Linien und geometrischen Grundformen aus. Unter Sammlern sind seine Skulpturen aufgrund dieser zeitlosen Gestaltung besonders beliebt. Neben den Arbeiten für die Manufaktur Goldscheider fertigte er Keramiken für die deutsche Firma Hertwig, die Firma Keramos und die Wiener Kunstkeramik und Porzellanmanufaktur AG.

Der Gefangene Vogel wiegt sich im Takt

Die Skulpturen des Bildhauers und Keramikers avancierten schnell zum Inbegriff des Art Déco. Seine Arbeiten fanden auch international großen Anklang. Dadurch konnte Lorenzl seine Werke erfolgreich ins Ausland exportieren und seinen Namen international verbreiten. Auch berühmte Skulpturen wie die Darstellung des "Gefangenen Vogel" (1923/1924) wurden durch die Hand Lorenzls erschaffen. Die Skulptur des "Gefangenen Vogel" ist eine bekannte Darstellung der deutschen Schauspielerin und Tänzerin Niddy Impekoven (1904-2002). Die Skulptur fängt ihre fließenden Bewegungen ein und lässt sie erstarren. Dabei geht der Fluss des Tanzes nicht verloren und es scheint, als würde die Bronze sich im Takt der Musik wiegen.

Ausflüge in andere Welten

Lorenzl experimentierte nicht nur mit verschiedenen Materialien. Er wagte sich auch in andere Stilrichtungen vor. Der Jugendstil war ein beliebtes Ausflugsziel für den Künstler. Einem dieser Ausflüge entsprang die Kinderbronze „Lausbub“, deren Dickköpfigkeit und Beharrlichkeit dem Betrachter förmlich greifbar erscheint. Trotzdem ist die Darstellung durchweg sympathisch, denn der kleine Umhang und der Zeitungshut macht den Trotzkopf durchweg sympathisch. Auch mit dieser Bronze ist es Lorenzl gelungen, Emotionen sehr gut zu transportieren.

Ein früher Tod und unwiederbringlich verlorene Kunstwerke

Lorenzl, dessen Frauen- und auch Mädchenakte zu den attraktivsten Bronzen der Art-Déco-Bewegung zählen, verstarb 1950 in seinem Geburtsort Wien. Der frühe Tod des 58-jährigen traf seine Frau Anna unerwartet und mit großer Härte. Aus Trauer und Frustration zerstörte sie nach seinem Tod zahlreiche Werke Lorenzls, die dadurch bis heute unwiederbringlich verloren sind.