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Jean-Joseph Marie Carriès

Jean-Joseph Marie Carriès Bronzefiguren & Skulpturen

Jean-Joseph Marie Carriès war ein französischer Bildhauer und Keramiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er führte ein erfolgreiches Künstlerleben, doch sein vielversprechendes Talent ging durch einen frühen Tod verloren. Heute gilt er als Mitbegründer des Jugendstils.

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Jean-Joseph Marie Carriès (1855 - 1894)

Jean-Joseph Marie Carriès wurde als Sohn eines Schuhmachers am 15. Februar 1855 in Lyon geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf und es war ihm bestimmt, das Handwerk seines Vaters fortzuführen. Doch bereits früh ereilte Carriès ein tragisches Schicksal. Er verlor im Kindesalter seine Eltern und damit sein Heim und die Zukunft als Schuhmacher. Statt bei seiner Familie wuchs er in einem Waisenhaus auf und wurde dort katholisch erzogen. Hier lebte er bis zu Beginn seines Studiums im Jahr 1868.

Das junge Ausnahmetalent in der Stadt der Künstler

Carriès konnte sich schon im jungen Alter für die Kunst begeistern. Vor allem die Bildhauerei weckte sein Interesse. Bereits mit 12 Jahren stellte er sich unter die Fittiche des Bildhauers Pierre Vermare (1835-1906). Bei ihm lernte er erste Techniken der Bildhauerei. Vermare erkannte ein außergewöhnliches Talent in dem jungen Carriès. Er gestand sich ein, dass er nicht in der Lage war, dieses Ausnahmetalent gebührend zu fördern und riet ihm dazu, sich um einen Studienplatz an der École des Beaux-Arts zu bewerben. Carriès selbst bemerkte, dass er seine Fertigkeiten weiter verfeinern könnte. Er war davon überzeugt, als Künstler erfolgreich werden zu können, also folgte er diesem Rat. Im Jahr 1874 zog er mit 19 Jahren aus seiner Heimat fort, um sein Studium bei Augustin-Alexandre Dumont (1801-1884) an der École des Beaux-Arts fortzusetzen. Damit tat er es zahlreichen Künstlern gleich, die nach ihrem Studium an dieser renommierten Schule große Erfolge feiern konnten. Auch Carriès sollte zu ihnen gehören.

Militär und Kunst schließen sich nicht aus

Schon ein Jahr nach dem Beginn seines Studiums in Paris stellte der junge Künstler erstmals im Salon de Paris aus. Die ausgestellten Stücke stießen auf große Begeisterung. Carriès Debüt wurde ein voller Erfolg. Von diesen positiven Erfahrungen beflügelt, arbeitete er bis 1881 jedes Jahr einige Kunstwerke für diese Ausstellung aus. Die Karriere als Künstler startete für Carriès mustergültig, doch seine Laufbahn wurde unterbrochen. Zwischen 1876 und 1878 kehrte er nach Lyon zurück, um den Militärdienst abzuleisten. Doch auch während dieser Zeit ließ die Kunst ihn nicht los. Er fertigte Stücke für den Pariser Salon und wurde zu immer neuen Kunstwerken inspiriert. Nach seiner Zeit beim Militär kehrte er nach Paris zurück, um dort anzuknüpfen, wo er die Stadt der Künstler verlassen musste. Er eröffnete sein eigenes Atelier, um seine Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Inspirationssuche auf der Weltausstellung in Paris

1878 besuchte er die Weltausstellung des Jahres in Paris. Auf dieser Ausstellung zeigten Künstler aus aller Welt auf einer Fläche von 77 Hektar 19 Monate lang ihre Werke. Unter den 16 Millionen Besuchern befanden sich zahlreiche Künstler, die die Inspiration der verschiedenen Kulturen auf sich wirken zu ließen. Carriès war besonders von den japanischen Arbeiten fasziniert. Sie inspirierten ihn dazu, vielfarbige Horrormasken anzufertigen. Für Carriès war dies eine Expedition in eine andere Kunstrichtung. Erfolge erzielte er weiterhin mit seinen herausragenden Skulpturen.

Eine besondere Note für Bronzeskulpturen

In der Folgezeit machte er Bekanntschaft mit dem berühmten Gießer Pierre Bingen (1842-1908), woraus sich 1883 eine Zusammenarbeit beider ergab. Bingen hatte sich auf das Wachsausschmelzverfahren mit Bronze spezialisiert und weihte den Skulpteur in die Kunst der Anfertigung von Patina ein. Damit konnte er seinen Bronzeskulpturen ein ganz besonderes Erscheinungsbild verleihen, das seine Werke von denen anderer Künstler abhob. Bei Ausstellungen konnte er dadurch mehr Aufmerksamkeit auf seine Werke ziehen. So ergab es sich, dass er größere Ausstellungen besuchen konnte.

Das plötzliche Ende eines vielversprechenden Künstlers

Jean Carriès stellte in den nächsten Jahren im Champ-de-Mars und im Cercle d`Art aus. 1892 bekam er für seine Verdienste die Auszeichnung Ritter de Légion d`honneur verliehen. Dabei handelte es sich um einen französischen Verdienstorden, der am 19. Mai 1802 von Napoléon Bonaparte gestiftet wurde. Der Preis zeichnet jene Talente und tugendhafte Menschen aus, die zivile oder militärische Verdienste geleistet haben. Dies sollte seine letzte Auszeichnung bleiben. Carriès erkrankte schwer an einer Brustfellentzündung. Im Jahr 1894 starb er in Folge seiner Krankheit mit nur 39 Jahren. Der Keramiker, Skulpteur und Mitbegründer des Jugendstils wurde in Paris auf dem Friedhof Père Lachaise beigesetzt.

Das Erbe eines jungen Künstlers

Zu Carriès bekannten Werken zählen unter anderem Le Grenouillard (1892), Masque d`horreur (1891/1892), Loyse Labé (1890), Le mineur de la Loire (1886) und Charles ler d`Angleterre (1881-1883). Die Skulptur Le Faune endormi (1885) finden Sie als hochwertige Replik hier im Shop. Ihre Ausstrahlung und Detailverliebtheit steht dem Original in nichts nach. Ergänzen Sie Ihre Sammlung mit diesem einzigartigen Werk aus dem Symbolismus!