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Ernst Heinrich Barlach

Ernst Heinrich Barlach Bronzefiguren & Skulpturen

Der Bildhauer Ernst Barlach hat sich besonders durch seine Holzplastiken und Bronzen einen Namen gemacht. Seine realistischen und expressionistischen Werke beeinflussen die Kunstwelt bis heute. Darum wird Barlachs Lebenswerk durch die Ernst Barlach Gesellschaft intensiv erforscht und betreut, um ein bedeutendes Stück Kulturerbe zu erhalten.

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Ernst Heinrich Barlach (1870 - 1938)

Ernst Barlach wurde am 02.Januar 1870 in Wedel als ältester Sohn des Arztes Georg Gottlieb Barlach (1839-1884) und Johanna Louise Barlach geboren. Doch seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Schönberg in Mecklenburg und in Ratzeburg, denn die Familie folgte dem Vater bei jedem Wechsel der Praxis. Barlachs Eltern erkannten früh die Neigung zu Sprache und Kunst. Darum förderten sie ihn noch vor der Ausbildung in diesen Bereichen, sodass es ihm möglich war, von 1888 bis 1891 Kunst in Hamburg an der Kunstgewerbeschule zu studieren.

Ein vielseitiges Talent auf dem Weg zur künstlerischen Arbeit

Barlach schloss die Ausbildung mit guten Ergebnissen ab. Doch das genügte dem ehrgeizigen Künstler nicht. Gleich nach seinem Abschluss schrieb er sich für ein Studium an der Kunstakademie in Dresden. Dort lernte er als Schüler des Bildhauers Robert Diez (1844-1922). Erschuf während seiner Ausbildung das Werk Die Krautpflückerin und schloss mit dieser Arbeit sein zweites Studium 1895 ab. Anschließend zog Barlach sich aus seinem Schaffen als Bildhauer zurück und widmete sich der Schriftstellerei. Dafür reiste er nach Paris und verbrachte dort zwei Jahre. Nachdem er wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, fand er zurück zur bildnerischen Kunst und arbeitete ab 1897 als freischaffender Künstler. Zwischen 1912 und 1927 beschäftigte sich Barlach mit Dramaturgie und erweiterte damit seinen künstlerischen Horizont. So schrieb er in dieser Zeit zum Beispiel Der tote Tag und Die Sündflut.

Barlachs Schaffen als Bildhauer – Die Verarbeitung des Kriegsgeschehens

Erst als Barlach 1901 zurück in seine Geburtsstadt Wedel zog, begann er mit ersten kleineren Skulpturen in Form von Keramikwaren für eine Töpferei in Altona. 1906 brach er zu einer Reise durch Russland auf, um sich von der Lebensweise russischer Bauern inspirieren zu lassen. Die dabei erworbenen Eindrücke nahmen maßgeblichen Einfluss auf seine späteren Werke. So setzten sich die Arbeiten aus den folgenden Jahren mit gewöhnlichen Menschen und ihren Lebenseinstellungen auseinander. Dies änderte sich jäh, als Barlach 1915 einberufen wurde. Seine Werke aus den nächsten Jahren beschäftigten sich nun vor allem mit seinen Kriegserlebnissen. Sein erstes Ehrenmal Schmerzensmutter wurde 1922 in Kiel eingeweiht. Es folgten in den weiteren Jahren ähnliche thematische Skulpturen wie Der Schwebende, Geisterkämpfer und das Ehrenmal im Magdeburger Dom. Für sein Gesamtwerk erhielt er 1925 die Ehrenmitgliedschaft der Akademie der Bildenden Künste München. Durch das Bekenntnis zu Hitler und den Nationalsozialisten 1934 wurde Barlachs Arbeit zunehmend bekannter. Doch kurz darauf wurden mehrere seiner Werke nach nationalsozialistischen Anfeindungen eingezogen, bis schließlich über 400 seiner Arbeiten in die Kategorie "Entartete Kunst" fielen.

Die Kunst des Familienlebens – Barlach als alleinerziehender Vater

1906 kam Barlachs Sohn Klaus zur Welt. Dessen Mutter, Rosa Schwab, hatte Barlach Modell gestanden, woraus sich eine kurze, romantische Beziehung entwickelte. Nach einer langen gerichtlichen Auseinandersetzung wurde Barlach das Sorgerecht zugesprochen. Ab 1910 lebte er zusammen mit seiner Mutter und seinem nun 4-jährigen Sohn in einem Wohnhaus in Güstrow mit eigenem Atelier. Ab 1927 führte er eine Beziehung mit Marga Böhmer, welche bis zu seinem Tod seine Lebensgefährtin blieb und anschließend seinen Nachlass verwaltete. Elf Jahre später verstarb Barlach am 24. Oktober 1938 in Rostock an einem Herzinfarkt. Er wurde im Familiengrab in Ratzeburg beigesetzt.

Magdeburger Ehrenmal – Die Facetten des Krieges

Ernst Barlach arbeitete von 1924 bis 1929 an der Holzplastik für den Magdeburger Dom. Diese wurde 1930 trotz Bedenken aufgestellt, aber schon 1934 wieder entfernt und in die Berliner Nationalgalerie gebracht. Nur wenige Jahre später ging sie in Privatbesitz über und wurde schließlich 1955 wieder am östlichen Ende des nördlichen Seitenschiffes im Dom aufgestellt. Durch das Mahnmal werden insgesamt sechs Personen abgebildet, drei kleinere in der vorderen und drei größere in der hinteren Reihe. Genau in der Mitte ist ein Kreuz mit den Jahreszahlen 1914-1918 angebracht. Barlach selbst erklärte, dass die größeren Figuren den Kriegserfahrenen, den Wissenden und den Naiven darstellen und es sich bei den Kleineren um Not, Tod und Verzweiflung handelt.

Der Schwebende – Geliebt und gehasst

Hierbei handelt es sich um eine bronzene Skulptur, die Ernst Barlach 1927 fertigte. Leider ist der Erstguss heute verloren, aber es existieren drei Nachgüsse aus Bronze und einer aus Gips. Das Original wurde vom damaligen Domprediger Johannes Schwartzkopff (1889-1968) im Rahmen der 700-Jahr-Feier des Güstrower Doms unterstützt. Ursprünglich sollte Der Schwebende an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnern. Bedauerlicherweise wurde die Skulptur 1937 als entartete Kunst eingestuft und schließlich 1941 als Metallspende des deutschen Volkes eingeschmolzen. Doch sowohl der ursprüngliche Guss als auch die Nachgüsse zeigen eine Person, die auf dem Bauch zu liegen scheint, die Arme über der Brust gekreuzt, den Kopf nach vorn gestreckt und die Augen geschlossen. Es ist davon auszugehen, dass die Nachgüsse dem Original entsprechen und das Werk dadurch beinahe verlustfrei überliefert werden konnte.