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Neoklassizismus

Der Neoklassizismus ist eine Stilbezeichnung nach dem 1. Weltkrieg, die eine Vielzahl von Strömungen des 20. Jahrhunderts unter Bedachtnahme auf die regionalen Ausprägungen bezeichnet. Als Vorbild gilt die Antike oder der Klassizismus. Im deutschsprachigen Raum ist die Kunstrichtung der letzte einheitliche Kunststil der Moderne.

In den USA entstand der Neoklassizismus bereits um 1893 in Chicago und knüpft an den Ècole des Beaux-Arts in Paris an. Der Stil prägt in den folgenden Jahren die offiziellen Bauten der Vereinigten Staaten von Amerika.

In Deutschland tritt die Kunstrichtung erst unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg auf und ist eine bewusste Abkehrung vom Jugendstil mit seiner einzigartigen Ornamentik. Elemente der Klassik und Renaissance werden aufgegriffen und in den Bauten mit monumentaler Größe umgesetzt. Strenge Symmetrie und Axialität zur Umgebung lassen die Gebäude oft sehr starr erscheinen.

In einigen diktatorischen Ländern wird diese Kunstrichtung zum repräsentativen Staatsstil erhoben. Im Dritten Reich kennt man diesen Kunststil auch als Nationalsozialistische Architektur und wird unter anderem von Anton Speer umgesetzt.

Der Neoklassizismus findet sich in Bauwerken wie dem Deutschen Nationaltheater in Wiesbaden, dem Olympiastadion in Berlin oder dem Siegesdenkmal in Bozen wieder.

In der Malerei und Plastik ist dieser Stil beispielsweise bereits zum Beispiel bei Pablo Picasso, Adolf von Hildebrand, Ignatius von Taschner zu erkennen.

Der Begriff Neoklassizismus wird auch gerne für die Postmoderne in den Siebzigern und Achtzigern des 20. Jahrhunderts gebraucht.