Persönliche Beratung/ Bestellung +49 (0) 351 205 6447 - Mo-Fr. 10-17 Uhr
  • Keine Versandkosten
  • 48H Lieferservice
  • Weltweite Lieferung
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

Neoexpressionismus

Der Begriff Neoexpressionismus lässt sich ableiten von dem griechischen Wort neo=neu und dem lateinischen expressio= Ausdruck.

Er entstand in Deutschland circa um die1960er Jahre. Damals wandten sich junge Künstler von den distanzierten und realitätsfernen Abbildungen des menschlichen Körpers durch den abstrakten Expressionismus ab. Sie maßen den figürlichen Darstellungen und der Wiedererkennbarkeit von Objekten und Menschen wieder einen größeren Wert zu.

Sie erkennen Werke des Neoexpressionismus an einer groben, fast schon brachialen Weise, mit der die Künstler malten. Körper und Objekte interpretierten sie durch expressive Pinselführung und intensive Farben neu.

In Deutschland waren Meisterschüler aus Kunstschulen in Ost- und Westberlin ausschlaggebend für die Entstehung dieser Kunstrichtung.

Vielleicht sind Ihnen dazu Namen wie Georg Baselitz oder Eugen Schönebeck ein Begriff.

Circa ab Ende der 1970er entstanden verschiedene Gruppierungen der Kunstepoche. Zum Beispiel „Berliner Heftige“, „Spontanisten“ oder auch „Junge Wilde“ beziehungsweise „Neue Wilde“.

Wie Sie sicherlich wissen, bevorzugten die Zusammenschlüsse Motive aus dem Bereich der Großstädte. Sie haben die Ziele des Expressionismus, die Welt zu verbessern, wieder aufgenommen. So wollten die jungen Maler den Gefahren der Gegenwart durch ihre heftige und aggressive Malerei mit intensiven und unrealistischen Farben etwas entgegengesetzt.

Einige bedeutende Werke, die Sie zur Epoche des Neoexpressionismus kennen könnten, sind:

„Adieu“ von Georg Baselitz, 1982

„Athanor“ von Anselm Kiefer, 1983-84

„Bad Boy“ von Eric Fischl, 1981

„Evidence“ von Phillip Guston, 1970

Auch in anderen Ländern gibt es Kunstströmungen, die Parallelen zu den Überzeugungen des deutschen Neoexpressionismus haben. Zum Beispiel die „Figuration libre“ in Frankreich mit Künstlern wie Francois Boisrond und Jean- Charles Blais oder der „Transvanguardia“ in Italien mit beispielsweise Sandro Chia und Mimmo Paladino.

In Amerika teilen Maler wie David Salle oder Keith Haring ähnliche Ansichten.