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Coustou

Nicolas Coustou

*1658 in Lyon, † 1733 in Paris

Guillaume Coustou

*1677 in Lyon, † 1746 in Paris

Die französischen Bildhauer Nicolas und Guillaume Coustou waren die Söhne eines Holzschnitzers in Lyon. Im Alter von 18 Jahren zog Nicolas nach Paris, um bei Antoine Coysevox, dem Bruder seiner Mutter und Leiter der kürzlich eingerichteten Akademie der Malerei und Bildhauerei, zu lernen; mit 23 Jahren gewann er den Colbert-Preis, der es ihm erlaubte, 4 Jahre lang an der Französischen Akademie in Rom zu studieren.

Danach wurde er zum Rektor und Kanzler der Akademie der Malerei und Bildhauerei in Paris ernannt. Ab 1700 arbeitete er gemeinsam mit Coysevox an der Ausstattung der Paläste von Marly und Versailles. Er hatte eine erstaunliche Begabung und obwohl er stark von Algardi und Michelangelo beeinflusst war, gehören seine zahlreichen Werke, die heute noch bewundert werden können, doch zu den repräsentativsten Beispielen seiner Zeit.

Sein jüngerer Bruder Guillaume übertraf ihn noch als Bildhauer. Auch er gewann den Colbert-Preis, wollte sich jedoch den Regeln der Akademie nicht unterwerfen und trat aus. Eine Zeit lang fristete er auf den Straßen Roms ein Obdachlosendasein. Schließlich nahm sich der Bildhauer Legros seiner an und stellte ihn in seiner Werkstatt ein. Bei seiner Rückkehr nach Paris im Jahr 1704 wurde Guillaume in die Akademie der Malerei und Bildhauerei, deren Direktor er später auch wurde, aufgenommen. Wie sein Bruder stand er im Dienst des Sonnenkönigs Ludwig XIV.. Sein schönstes Werk ist der „Pferdezähmer“, eine der Pferdestatuen in Marly-le-Roi, die jetzt als Nachbildungen auf der Champs-Élysées in Paris zu sehen ist.

Die elegante, freie Ausführung und die lebendige Wirkung der Skulpturen der beiden Brüder brachte ihnen einen außerordentlichen Ruf in der französischen Schule der Bildhauerei ein.