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Bologna

Giovanni Bologna (bekannt als Giambologna)

*1529 in Douai (Nordfrankreich), † 1608 in Florenz

Giambologna war neben Bernini und Michelangelo der bekannteste und erfolgreichste Bildhauer seiner Zeit. Seine flämische Herkunft ist in seinem Werk kaum ersichtlich, er gilt im Gegenteil als einer der typischsten Bildhauer des manieristischen Stils (gekünstelte Handlungen werden in Kunstwerken dargestellt) der Spätrenaissance in Italien. 

Giambologna ging in Flandern bei Jacques du Broecq, der Italien bereist hatte und von der italienischen Kunst stark beeinflusst war, in die Lehre. Auch Giambologna unternahm eine Reise nach Rom, wo er 2 Jahre lang die ital. Hochrenaissance auf sich wirken ließ und die wieder entdeckten antiken Skulpturen studierte. Auf der Rückreise nach Flandern legte er 1552 einen Aufenthalt in Florenz ein. Dort überredete man ihn, zu bleiben, und ernannte ihn schließlich zum Hofbildhauer der Medici (einflussreiche Familie in Florenz). 

Da die Medici in Sachen Kunst maßgebend waren, verbreitete sich Giambolognas Ruhm durch seine Stellung sehr schnell in den adligen Kreisen ganz Europas. Der 1582 geschaffene „Raub der Sabinerinnen“ mit seinen drei spiralförmig emporstrebenden, tänzerisch-eleganten Marmorfiguren gilt als eines der charakteristischen Werke des manieristischen Stils.

Zu Giambolognas weiteren wichtigen Werken gehören die anmutig schwebende Bronzefigur des „Merkur“, der überlebensgroße marmorne „Samson“, der einen Philister (palästinisches Volk) erschlägt (1560/1562) im „Victoria und Albert Museum“ in London, der riesige und dennoch verspielt wirkende „Neptunbrunnen“ in Bologna (1566 vollendet) sowie zahlreiche, teilweise als Geschenke für Diplomaten dienende exquisite kleine Bronzestatuetten aus seiner Werkstatt.