Produktbeschreibung
"Bronze Statue - Der Sklavin Los (1910) - Theodor Eichler"
| Höhe | 26 cm |
| Breite | 15 cm |
| Tiefe | 11 cm |
| Gewicht | 3,4 kg |
Der Sklavin Los – Jugendstil zwischen Befreiung, Sinnlichkeit und stiller Macht - Signiert Eichler
Diese eindrucksvolle Bronze Statue zeigt einen Moment tiefgreifender Umkehr, in dem sich Unterdrückung in Würde verwandelt. Der weibliche Körper erhebt sich aufrecht und ruhig, während die begleitende männliche Figur in dienender Haltung verharrt und damit den Machtwechsel sichtbar macht. Der Weiblicher Akt wirkt nicht herausfordernd, sondern souverän und in sich gefestigt, was der Szene eine besondere emotionale Tiefe verleiht. Die Darstellung verbindet körperliche Präsenz mit geistiger Freiheit und macht die Figur zu einer Nackte Schönheit, die nicht Objekt, sondern handelndes Subjekt ist. Gerade diese Zurückhaltung unterscheidet die Skulptur von reiner Arabische Kunst-Exotik. Als Wiener Bronze im erweiterten kunsthistorischen Kontext entfaltet sie eine stille, nachhaltige Wirkung.
Karl Theodor Eichler – Zwischen Porzellan und Plastik
Karl Theodor Eichler wurde am 15. Mai 1868 in Oberspaar bei Meißen geboren und entstammte einem Umfeld, das stark vom Kunsthandwerk geprägt war. Er erhielt seine Ausbildung als Modelleur und Bildhauer in enger Verbindung zur Meißener Tradition, was seine sichere Beherrschung von Form und Oberfläche erklärt. Eichler arbeitete sowohl in Porzellan als auch in Bronze und entwickelte eine eigenständige, vom Jugendstil geprägte Formensprache. Seine Figuren verbinden dekorative Eleganz mit erzählerischer Tiefe und zeigen häufig den Weiblicher Akt als Träger symbolischer Inhalte. Werke wie diese Bronze Statue belegen seine Fähigkeit, sinnliche Schönheit und inhaltliche Aussage zu vereinen. Er verstarb am 3. Februar 1946 in seiner Heimat, hinterließ jedoch ein bemerkenswertes Œuvre.
Körper, Haltung und symbolische Klarheit
Die Modellierung des weiblichen Körpers folgt den Idealen des Jugendstils, mit fließenden Linien und harmonischen Proportionen. Der Weibliche Akt ist bewusst idealisiert, ohne an Natürlichkeit zu verlieren, wodurch die Nackte Schönheit zeitlos erscheint. Die erhobene Armhaltung verstärkt den Eindruck innerer Stärke und lenkt den Blick nach oben, weg von der Vergangenheit der Unterwerfung. Im Kontrast dazu steht die geduckte männliche Figur, deren Haltung Schuld und Abhängigkeit vermittelt. Diese Gegenüberstellung macht die Bronze Statue zu einer vielschichtigen Allegorie. In der Verbindung von Sinnlichkeit und Aussagekraft zeigt sich die Nähe zur Wiener Bronze-Tradition.
Orientalische Anklänge und poetische Projektionen
Die Szene trägt deutliche Bezüge zur Bildwelt der Arabische Kunst, wie sie um die Jahrhundertwende in Europa idealisiert wahrgenommen wurde. Gewandfragmente, Körperhaltung und Rollenverteilung erinnern an orientalische Erzählmotive, ohne diese konkret zu benennen. Die männliche Figur lässt sich ikonografisch als Beduine lesen, eingebunden in eine symbolische Erzählung von Besitz und Verlust. Diese abstrahierte Darstellung vermeidet plakative Exotik und setzt stattdessen auf Andeutung. Dadurch bleibt die Bronze Statue offen für Interpretation und zeitlose Lesarten. Gerade diese Offenheit verbindet das Werk mit der erzählerischen Qualität der Wiener Bronze.
Bühne der Bedeutung – Wirkung im Raum
Diese Bronze Statue entfaltet ihre volle Kraft als Solitär, idealerweise auf einer Konsole, einem Sockel oder in einer Vitrine mit ausreichend Abstand. Durch ihre vertikale Ausrichtung zieht sie den Blick nach oben und verstärkt die symbolische Aussage der Befreiung. In Bibliotheken, Sammlerräumen oder repräsentativen Wohnbereichen wird die Nackte Schönheit zum ruhigen, aber eindringlichen Mittelpunkt. Auch in modernen Interieurs setzt der Weibliche Akt einen bewussten Kontrapunkt aus Geschichte und Sinnlichkeit. Als Objekt mit Anklängen an Arabische Kunst sollte sie nicht beiläufig platziert werden. Die Nähe zur Wiener Bronze macht sie zugleich zu einem kunsthistorischen Statement.
Museale Präsenz und bleibender Sammlerwert
Arbeiten von Karl Theodor Eichler befinden sich heute in kunstgewerblichen Sammlungen und Museen, insbesondere in Deutschland, darunter Einrichtungen mit Schwerpunkt Jugendstil und figürliche Plastik. Vergleichbare Werke werden in Museen für angewandte Kunst und historischen Sammlungen gezeigt, wo auch Bezüge zur Wiener Bronze thematisiert werden. Diese Bronze Statue steht exemplarisch für die Verbindung von Arabische Kunst, Allegorie und europäischem Jugendstil. Als Darstellung einer Nackte Schönheit besitzt sie sowohl ästhetische als auch kulturhistorische Bedeutung. Sammler schätzen an solchen Figuren die Balance aus Sinnlichkeit und Aussage. Dadurch bleibt dieses Werk ein zeitloses Objekt mit nachhaltiger Wirkung und hoher Wertigkeit.
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