Produktbeschreibung
"Wiener Bronze - Faun verführt Jungfer - Bergmann"
| Gewicht | 0,5 kg |
Faun verführt Jungfer - Verführung im Schatten des Mythos - Bergmannstempel
Diese zweiteilige Wiener Bronze entfaltet ihre Wirkung aus einem Moment vorsichtiger Annäherung, in dem der Faun nicht als roher Triebträger, sondern als listiger Verführer erscheint. Die Szene zeigt keine explizite Handlung, sondern einen Augenblick gespannter Erwartung, der zwischen Nähe und Zurückhaltung schwebt. Der Satyr verkörpert das Archaische, Naturhafte und Ungezähmte, während die Jungfer als bewusst menschliche Figur mit eigenem Ausdruck und innerer Spannung dargestellt ist. Gerade diese Zurückhaltung macht die Satyr Statue so wirkungsvoll, da sie mehr andeutet als zeigt. Die Komposition lebt von Blickachsen, Körperhaltungen und dem subtilen Spiel der Hände. So entsteht eine erotische Erzählung, die sich im Kopf des Betrachters fortsetzt.
Franz Xaver Bergmann und die Kunst der Andeutung
Franz Xaver Bergmann wurde 1861 in Wien geboren und wuchs in einer handwerklich geprägten Familie auf, in der das Kunstgießen früh präsent war. Seine Ausbildung führte ihn tief in die technischen und künstlerischen Möglichkeiten der Wiener Bronze, die er bald meisterhaft beherrschte. Bergmann entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache, in der Erotik, Mythologie und Ästhetizismus miteinander verschmolzen. Besonders Satyr- und Faun-Darstellungen boten ihm die Möglichkeit, menschliche Triebe in allegorischer Form darzustellen. Seine Werke fanden internationale Verbreitung und sind heute in Museen und bedeutenden Sammlungen in Wien, Paris, London und New York zu sehen. Bergmann verstand es wie kaum ein anderer, Spannung durch Zurückhaltung zu erzeugen.
Körper sprechen lauter als Worte
Die Beziehung zwischen Faun und Jungfer wird ausschließlich über Körpersprache erzählt. Der Satyr lehnt sich vor, sein Oberkörper gespannt, während die Jungfer reagiert, nicht passiv, sondern bewusst in ihrer Haltung. Diese Dynamik ist typisch für die Wiener Bronze, in der Bewegung und Spannung zentrale Gestaltungsmittel sind. Die Satyr Statue zeigt keinen Moment der Vollendung, sondern des Dazwischen, wodurch sie eine besondere psychologische Tiefe gewinnt. Der Faun wirkt zugleich spielerisch und berechnend, während die Jungfer zwischen Neugier, Unsicherheit und eigener Sinnlichkeit changiert. Genau darin liegt die nachhaltige Faszination dieser Skulptur.
Oberfläche als Träger von Emotion
Die fein modellierte Oberfläche dieser Wiener Bronze verstärkt den erzählerischen Charakter der Szene. Weiche Übergänge in der Haut der Jungfer kontrastieren bewusst mit der kräftigeren, spannungsgeladenen Anatomie des Satyr. Licht gleitet über Muskeln, Schultern und Rücken und lässt die Figuren beinahe lebendig erscheinen. Die Patina ist nicht dekorativ, sondern funktional, da sie Tiefe schafft und die Körperlichkeit betont. Jede Drehung eröffnet neue Details, wodurch die Satyr Statue immer wieder anders wahrgenommen wird. So wird die Bronze selbst zum Medium der Verführung.
Wandelbarkeit als künstlerisches Prinzip
Ein besonderes Merkmal dieser Arbeit ist die Möglichkeit, die Figuren zueinander leicht zu variieren. Die Jungfer kann anders positioniert werden, wodurch sich der Charakter der Szene verändert, ohne ihren erzählerischen Kern zu verlieren. Mal wirkt die Annäherung spielerischer, mal zurückhaltender, mal spannungsgeladener. Diese Offenheit ist ein bewusst eingesetztes Stilmittel innerhalb der Wiener Bronze. Der Faun bleibt dabei der konstante mythologische Pol, während sich die Wahrnehmung der Satyr Statue durch minimale Veränderungen neu definiert. Dadurch wird die Skulptur zu einem lebendigen Objekt im Raum.
Wirkung im Raum und sammlerische Präsenz
Diese Wiener Bronze eignet sich hervorragend für eine stilvolle Präsentation in privaten Sammlungen, Vitrinen oder auf einem eleganten Sockel. Durch ihre erzählerische Offenheit entfaltet die Satyr Statue in ruhigen Räumen eine besonders intensive Wirkung. Der Faun zieht den Blick an, während die Jungfer zur Projektionsfläche für Interpretation wird. In einem kunstaffinen Interieur wirkt die Skulptur provokant, aber kultiviert, sinnlich, aber niemals platt. Gerade diese Balance macht sie zu einem begehrten Sammlerstück. Als Teil der großen Tradition der Wiener Bronze verbindet sie handwerkliche Exzellenz mit zeitloser psychologischer Tiefe.
Höhe: 8 cm
Breite: 10,5 cm
Tiefe: 5,5 cm
Gewicht: 0,5 cm
100 % Bronze
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