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Verlorene Form

Möchten Sie aus einem formlosen Ausgangsstoff eine bestimmte Form erschaffen, so benötigen Sie dafür eine Gussform. Der ursprüngliche Stoff wird verflüssigt bzw. zähflüssig gemacht (z. B. Metall) und anschließend in eine Form gegossen.

Man unterscheidet danach, ob eine Form wieder verwendet werden kann (dann nennt man dies Dauerform) oder nur einmalig verwendet werden kann (dies wird verlorene Form genannt). Um an den Gießling zu gelangen, muss die verlorene Form schon beim Guss oder später, nach dem Aushärten, zerschlagen werden. Dies hat zum Vorteil, dass das fertige Produkt stets ein Unikat darstellt.

Praktische Anwendungen findet die verlorene Form nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Medizin (z. B. Herstellung von Zahnersatz), in der Lebensmittelindustrie (Herstellung von Bonbons etc.) oder der Kunststoff- und Metallindustrie. Ein Beispiel für die Verwendung dieser Gussform in der Metallindustrie ist der Bau von Kanonen oder großen Glocken. Schon Friedrich Schiller besang diese Formgebung folgendermaßen: „Wenn die Glock’ soll auferstehen, muss die Form in Stücke gehen.“

Folgende bekannte Verfahren gibt es:

Wachsausschmelzverfahren (Medizintechnik, Schmuckherstellung): Hier werden um eine Wachsplastik Schichten von Ton aufgetragen. Nach dem Austrocknen des Tons wird dieser gebrannt, was zur Folge hat, dass sich das Wachs verflüssigt und durch vorher gelegte Kanäle abfließt. Übrig bleibt die Tonform, welche nun fertig zum Befüllen ist. Zur Gewinnung der gewünschten Figur muss nach dem Erkalten der Ton abgetragen werden.

Sandformverfahren: Hier wird der Formstoff Sand mithilfe von Bindemitteln wie Ton, Harz oder Kunstharz vermischt und somit verarbeitungsfähig gemacht. Nach dem Formen trocknet die Masse aus.

Lehmformverfahren: Um ein Modell wird in mehreren Schichten Lehm aufgetragen, getrocknet und abgenommen. Diese Form wird dann zum Begießen verwendet.

Sie sehen, das Verwenden der verlorenen Form ist sehr vielfältig und bietet Ihnen große kreative Einsatzmöglichkeiten.