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Bertel Thorvaldsen - Dänischer Bildhauer und Künstler

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Bertel Thorvaldsen wurde am 19. November 1770 in Norwegen geboren und avancierte zu einem bekannten dänischen Bildhauer.

Er wurde als Sohn eines isländischen Holzschnitzers, Gotskalk Thorvaldsen, und dessen Ehefrau, Karen Dagnes, geboren. Ob er wirklich direkt in Kopenhagen, oder wie es einige Quellen behaupten, auf einem Schiff vor der Küste, welches sich zwischen Island und Kopenhagen befand, zur Welt kam, konnte bisher nicht völlig geklärt werden. Thorvaldsen erhielt nach erstem Unterricht bei seinem Vater und nach Bekanntwerden seines künstlerischen Talents schon mit elf Jahren Zugang zur Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, wo er von Nicolai Abraham Abildgaard (* 11. September 1743; † 4. Juni 1809) unterrichtet wurde. 1787 erhielt er für seine Leistungen im Modellieren die Kleine Silbermedaille, zwei Jahre später folgte die Große Silbermedaille; diese bekam er für „Ruhender Amor“. Da er für sein Relief „Die Vertreibung Helidors aus dem Tempel“ im Jahr 1791 öffentlich ausgezeichnet wurde, entdeckte ihn der Minister Graf Christian Frederick Reventlow, der ihm durch seine finanziellen Mittel ein Studium ermöglichte.

Eine weitere Auszeichnung, die Große Goldmedaille, erhielt der Bildhauer im Jahr 1793 für sein Relief „Die Apostel Petrus und Johannes heilen einen Lahmen“. Als Zugabe zu dieser Auszeichnung wurde Thorvaldsen ein dreijähriges Reisestipendium für die Stadt Rom gegeben. Da er mittlerweile schon zahlreiche Auftragsarbeiten zu erledigen hatte, konnte er nicht unmittelbar nach Rom reisen, sondern musste den Reiseantritt um drei Jahre verschieben.

Ende August 1796 brach er endlich nach Rom auf und kam am 8. März 1797 in der italienischen Stadt an. Grund für diese lange Anreise war, dass er Zwischenstopps in Neapel und auf Malta einlegte.
Den Tag der Ankunft feierte er als „römischen Geburtstag“. Aufgrund der Übersendung von „Bacchos und Ariadne“ an die Kunstakademie in Kopenhagen, bewilligte diese die Verlängerung des Stipendiums um zwei weitere Jahre, 1802 dann noch einmal um ein Jahr. In dieser Zeit lernte Thorvaldsen unter anderem den sächsischen Hofbildhauer Franz Pettrich (29. August 1770 in Trebnitz; † 23. Januar 1844 in Dresden), den Berliner Bildhauer Carl Friedrich Hagemann und den englischen Sammler und Bankier Thomas Hope kennen, der Thorvaldsen mit der Skulptur „Jason“ beauftragte.

Zurück in Kopenhagen wurde er im Mai 1805 zu einem ordentlichen Mitglied der Königlich Dänischen Kunstakademie berufen, sowie zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Bologna ernannt. Auch seine Aufträge von Napoleon Bonaparte gehören in diese Zeit. Als Thorvaldsen 1815 in eine Schaffenskrise fiel, zog er sich nach Montenero zurück. Trotz Krise blieb er künstlerisch tätig und fertige in dieser Zeit einige seiner schönsten Kunstwerke. Am 3. Oktober 1818 kehrte er zurück nach Kopenhagen; dort wurde er Professor an der Akademie der Bildenden Künste.

Im August 1820 kehrte er seinem Heimatland den Rücken und reiste über Österreich, Polen und Deutschland zurück nach Italien, wo seine größten Arbeiten entstanden; ein Denkmal aus Bronze für Nikolaus Kopernikus und ein Denkmal für Papst Pius VII. Im Jahr 1838 reiste er in seine Heimat Dänemark, wo er ehrenvoll empfangen wurde und zahlreiche Aufträge ausführte. Dazu gehörten unter anderem die Büsten von Heinrich Steffens und Ludvig Holberg. Im Mai des Jahres 1841 kehrte er dann nach Rom zurück, um dort Aufträge zu erledigen, denen er bereits zugesagt hatte. Doch schon im Oktober des Folgejahrs ging er zurück nach Kopenhagen, wo er während einer Theatervorstellung am 24. März 1844 zusammenbrach; Bertel Thorvaldsen verstarb noch am selben Tag.