Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech, Marqués de Púbol wurde am 11. Mai 1904 in Figueres, Girona, Katalonien geboren und war ein überaus bekannter Maler, Grafiker, Bildhauer, Schriftsteller und Bühnenbildner. Er gilt als einer der Hauptvertreter des Surrealismus und als einer der bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts.
Er wuchs in einem bürgerlichen Umfeld auf, welches durch die strenge Erziehung seines Vaters geprägt wurde. Die väterliche Erziehung formte seinen Sinn für Ordnung und ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis; beides sollte sein späteres Leben bestimmen. Seine Mutter versuchte die Härte des Vaters mit viel Liebe auszugleichen. Allgemein galt der junge Dali als ein schwer erziehbares und aggressives Kind, das sowohl Tieren als auch sich selber Schmerz zufügte.
Sein Interesse an Kunst entwickelte sich schon während der Schulzeit und er zeigte großes Talent beim Zeichnen. Ersten Malunterricht erhielt er bei einem Besuch einer befreundeten Familie in El Muli de la Torre.
Nachdem ein Bruder von Ramon Pichot (*1871; † 1925) das ausgeprägte Talent erkannte, bekam der junge Dali zusätzlichen Malunterricht in der städtischen Zeichenschule, wo er von dem Direktor Juan Núñez Fernández persönlich gefördert wurde. Schon ein Jahr nach Beginn dieser künstlerischen Bildung erhielt er ein „diploma de honor" und konnte 1918 erstmals seine Werke ausstellen.
1921 gründete er „Renovació Social", eine sozialistische Gruppe, machte ein Jahr später sein Abitur und studierte im Anschluss an der Akademie in Madrid.
Nach einer Inhaftierung im Jahre 1923 kehrte er 1924 zurück an die Akademie, welche er aber am 20. Oktober 1926 verlassen musste, weil Dali die Lehrer nicht für fähig hielt seine Arbeiten zu beurteilen; er beschäftigte sich zu dieser Zeit mit Kubismus und Futurismus.
1927 reiste er ein erstes Mal nach Paris und lernte dort 1928 Pablo Picasso (* 25. Oktober 1881; † 8. April 1973), Joan Miro (* 20. April 1893; † 25. Dezember 1983) und André Breton (* 19. Februar 1896; † 28. September 1966) kennen. Als er 1929 ein zweites Mal in die französische Stadt reiste, regte Miró ihn an, sich den Surrealisten anzuschließen. Er lernte zudem Paul Éluard und dessen Frau Helena (Gala) kennen. Später wurde sie seine Lebensgefährtin, Muse und Inspiration. Gala ließ sich von Paul Éluard scheiden und heiratete Dali.
Aufgrund des Bürgerkrieges reisten die beiden durch Europa und siedelten 1941 nach Amerika über, wo am 18. November 1941 eine Retrospektive im MoMA über Miro und Dali eröffnet wurde. Ein Jahr später wurde die Autobiographie „The secret Life of Salvador Dalí" veröffentlicht, welche sein Leben auf über 400 Seiten beschrieb. 1948 verließ er die USA und ging mit Gala zurück nach Portlligat. Diese Zeit gilt heute als eine der produktivsten des Künstlers. Im Jahre 1964 verlieh die Königin Isabella von Spanien dem Künstler für sein Lebenswerk den höchsten Orden des Landes. Das "Dalí-Museum", welches von 1970 bis 1972 in Figueras gebaut wurde, wurde von Dali selbst entworfen.
1979 fand eine große Retrospektive des Künstlers in Paris im Centre Pompidou statt und im Jahr 1982 wurde er zum Marquis de Dalí y Pubol ernannt, musste aber auch den Tod seiner geliebten Frau hinnehmen. Sein Leben endete am 23. Januar 1989 durch Herzversagen in seinem Geburtsort Figueras.