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Honore Daumier - Französischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Karikaturist

Honore Daumier Bronzefigur - Ratapoil - von 1891 signiert
499,00 EUR
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Honoré Daumier (1808-1879) war einer der bedeutendsten Karikaturisten des 19. Jahrhunderts. Er war ein wichtiger Vertreter des französischen Realismus und ein Chronist seiner Zeit.

Neben seiner Tätigkeit als Karikaturist verschaffte er sich als Maler, Grafiker und Bildhauer einen internationalen Ruf. Karikaturen zeichnend prangerte er die sozialen und politischen Missstände seiner Zeit an. Die Malerei des 19. Jahrhunderts orientierte sich an antiken Vorbildern und Alten Meistern. In Daumiers künstlerischem Schaffen stand immer der Mensch im Mittelpunkt. Zentral war für ihn der Pariser Bürger. Daumier hat den französischen Zeitgeist zwischen 1830 und 1870 eingefangen.

Honore Daumier fertigte seit 1831/ 32 verschiedene Lithografien für die Zeitschrift "La Caricature" und "Le Charivari", zwei satirische Zeitschriften, an. Für "La Caricature" kreierte er außerdem kleine Portraitplastiken von verschiedenen Journalisten und bekannten Politikern.

Als Revolutionär und Kämpfer für die Volksfreiheit hat er einmal den König Louis Philippe als einen nimmersatten Säufer und Fresser, als Gargantua, bezeichnet. Wegen dieser boshaften Verspottung des französischen Königs als Vielfraß und Blutsauger musste er 1832 für sechs Monate ins Gefängnis.

Kurt Tucholsky schrieb einmal über den Künstler: "Daumier war ein Gigant; nach Goya wohl das Größte, was satirische Zeichenkunst des letzten Jahrhunderts aufzuweisen hat."

Honoré Daumier war Zeuge und scharfsinniger Beobachter einer Epoche voller Umwälzungen: Die Revolution zwischen 1830 und 1848, die Machtergreifung des Bürgertums, die Entstehung sozialer Probleme durch die einsetzende Industrialisierung übersetzte er in provokante Karikaturen.

Am 26. Februar 1808 wurde er in Marseille geboren. Neun Jahre später zog die Familie nach Paris. Bereits früh musste der junge Daumier zum Lebensunterhalt beitragen - zuerst als Laufbursche bei einem Rechtsanwalt, später mit seinen Zeichnungen.
Eine seiner bekanntesten Lithografien geht auf ein Blutbad zurück, das französische Soldaten am Abend des 15. April 1834 in einem Wohnhaus in der Rue Transnonain in Paris angerichtet haben.

Obwohl er auch als Maler tätig war, wurden seine malerischen Werke weniger bekannt. Auch in ihnen setzte er sich sozialkritisch mit den Verhältnissen des 19. Jahrhunderts auseinander. Seit dem Jahr 1848 unterhielt er einen engen Kontakt zur Schule von Barbizon. Diese wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Gruppe von Landschaftsmalern aus Frankreich gegründet.

Die Malerei des Künstlers Daumier war durch einen sehr starken Hell-Dunkel-Kontrast und die Verwendung grober Umrisslinien charakterisiert. Insgesamt beinhaltet das zeichnerische und künstlerische Werk des Franzosen Daumier mehr als 4000 Lithografien und mehr als 1000 Holzschnitte. Aufgrund ihrer tragischen Persönlichkeitsprofile haben seine Zeichnungen eine überzeitliche Allgemeingültigkeit.

Daumier war fast vollständig erblindet, als er am 10. Januar 1879 in Valmondois, in der Nähe von Paris, 71-jährig starb.

Als Karikaturist machte sich Daumier durch seine Serie "Robert Macaire", welche in der Zeitschrift "Le Charivari" erschien, einen Namen. Seine zahlreichen Darstellungen fokussierten die alltäglichen Darstellungen des Lebens, Albernheiten und auch zahlreiche Modetorheiten. Er stellte auch die komischen Seiten des Spießbürgerlebens auf brutale Art und Weise dar, wobei seine Figur "Ratapoil" beispielhaft für diese Darstellungsweise war. Sein "Drittklassig Carraige" (1863-1865, Öl auf Leinwand) befindet sich im Besitz des Metropolitan Museum of Art in New York, das Gemälde "Don Quixote und Sancho Pansa" (1865-1870) in der Neuen Pinakothek in München.

Seit April 2011 existiert ein Internet-Zugang zu allen bekannten Ölgemälden von Daumier mit in die Tiefe gehenden Forschungsergebnissen, Provenienzangaben, Ausstellungen, Publikationen und zahlreichen Suchfunktionen.
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