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Boccioni

Umberto Boccioni

*1882 in Reggio Calabria (Süditalien), † 1916 in Verona

Obwohl er während seiner kurzen Karriere hauptsächlich als Maler tätig war, leistete Umberto Boccioni doch seinen wichtigsten künstlerischen Beitrag durch seine Erforschung der dynamischen Form. 

Die Einschränkungen der abgeleiteten postimpressionistischen und divisionistischen Techniken, die im Italien des frühen 20. Jahrhunderts als Modernismus galten, frustrierten Boccioni und er fand bald andere Wege, seine Ideen des Modernismus zu entwickeln – einerseits durch seine Begegnung mit Marinetti, dessen gefeiertes „Manifest des Futurismus“ im Februar 1909 veröffentlicht wurde, und andererseits vor allem durch seine Entdeckung des Kubismus (Beginn der abstrakten Kunst) im Jahre 1911. Boccioni benutzte die kubistische Fragmentierung der Form in seiner Malerei (und sogar noch ergiebiger in seinen Skulpturen), um dynamische Energie und Bewegung auszudrücken.

Ab 1910 war Boccioni ein führendes Mitglied der futuristischen Bewegung; zusammen mit Carlo Carra, Luigi Russolo, Gino Severini und Giacomo Balla unterzeichnete er im Februar 1910 das „Manifest der futuristischen Malerei“ und verfasste 1912 das „Manifest der futuristischen Plastik“.

Boccionis frühzeitiger Tod im 1. Weltkrieg hinderte ihn daran, seine Ideen f ür motorisierte Skulpturen weiter zu verfolgen, aber in der Skulptur „Unique Forms of Continuity in Space“ von 1913 schuf er eine moderne Version der „Nike von Samothraki“ für das Maschinenzeitalter und somit eine der ikonischen Skulpturen des 20. Jahrhunderts.