Peter Christian Breuer wurde am 19. Mai des Jahres 1856 in Köln geboren und galt als bekannter deutscher Bildhauer. Zu seinen Leistungen zählten, dass er den Wegbereitern der Moderne in der Berliner Bildhauerschule angehörte.
Unter der Berliner Bildhauerschule ist eine Kunstrichtung zu verstehen, der im 19. Jahrhundert etwa 400 Bildhauer angehörten, und die sich sowohl der naturalistischen als auch der realistischen Denkmal- und Porträtkunst annahm. Diese Schule oder Bewegung begann um 1785 mit Johann Gottfried Schadow und endete um 1915 mit den Schülern von Reinhold Begas. Die Moderne, deren Wegbereiter Breuer im Rahmen der Berliner Bildhauerschule war, ist als Umbruch aller Lebensbereiche in der Geschichte Australiens, Amerikas uns Europas zu verstehen. Die Moderne grenzt sich durch ihren charakteristischen Umbruch von der Tradition ab. Seit dem 19. Jahrhundert war es üblich mit dem Begriff der Moderne die Gegenwart von der Vergangenheit abzugrenzen.
Weiterhin unterrichtete der deutsche Bildhauer Breuer auch an der Kunstakademie Berlin Charlottenburg, die heute als Akademie der Künste bekannt ist. Breuer war dort als Professor tätig.
Die heutige Akademie der Künste fördert die Bildende Kunst, die Baukunst, die Musik, die Darstellende Kunst, die Literatur und die Medien- und Filmkunst. Breuer unterrichtete zu seiner Zeit unter anderem Fritz Röll, Hans Dammann, Rudolf Belling, Leopold Fleischhacker und Felix Pfeifer.
Als Bildhauer fertigte Breuer zahlreiche Büsten und großformatige Skulpturen, die zum Teil noch erhalten und öffentlich ausgestellt sind. Dazu gehören die Denkmalgruppe 23, die sich in der Siegessäule im Tiergarten befindet oder das Standbild von Johann Sigismund, dem Kurfürsten von Brandenburg. Auch die Ikarusfigur des Otto-Lilienthal-Denkmals im Bäkepark Berlin-Steglitz wurde 1914 von Breuer gefertigt.
Eine weitere von Breuer erschaffene und öffentlich ausgestellte Skulptur ist das Beethoven- Denkmal in der Rheinaue, das er als sogenannte Sitzplastik entworfen hatte. Die Skulptur wurde von Friedrich Diederich, einem Mitarbeiter des Bildhauers, in Granit ausgeführt. Die Plastik wurde erst nach dem Tode von Peter Breuer, der am 1. Mai 1930 in Berlin verstarb, im Jahre 1938 in Bonn am Alten Zoll aufgestellt. Nachdem die Skulptur 1949 abgetragen wurde, erfolgte eine Reinstallation im Jahr 1977. Heute ist sie im Freizeitpark Rheinaue zu sehen.
Weitere Werke von Breuer waren in der Vergangenheit auch in Ostpreußen und ab dem Jahr 1945 in Klaipeda, Litauen aufgestellt. Das Germania-Standbild, das am 23. September 1907 feierlich in der Anwesenheit des Kaiserpaares enthüllt wurde, ist heute nicht mehr erhalten.
Heute ist nur noch der Sockel des Kunstwerks erhalten, welcher zwischenzeitlich als Sockel für ein sowjetisches Kunstwerk verwendet wurde. Dass heutige Schicksaal des Germania-Standbildes ist derzeit unklar.