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Henri Matisse - Werke aus Bronze

Moderne Kunst
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Henri Matisse zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne und wird in diesem Zusammenhang oftmals mit dem großen Künstler Picasso in einem Atemzug genannt. Henri Émile Benoît Matisse, so der vollständige Name des Künstlers, wurde am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis als Sohn von Émile Matisse und seiner Ehefrau Héloïse geboren.

Seine Eltern betrieben in seinem Geburtsort sowohl eine Drogerie als auch einen Samenhandel, welcher von dem Sohn übernommen werden sollte; so der Wunsch des Vaters. Doch der junge Matisse entschied sich nach dem Ende seiner Schullaufbahn an dem Humanistischen Gymnasium Henri-Martin für ein Studium der Rechtswissenschaften, welches er in den Jahren 1882 bis 1887 in Paris absolvierte.

Im Jahr 1889 arbeitete Matisse kurzzeitig als Anwaltsgehilfe, belegte aber zur gleichen Zeit einen Zeichenkurs an der École Quentin de la Cour. Als er im Jahre 1890 nach einer Blinddarmoperation das Bett für ein Jahr hüten musste, begann er sich mit der Malerei zu beschäftigen. 1891 gab er seine Karriere als Jurist auf und ging nach Paris, um sich dort für die Aufnahmeprüfung am École des Beaux-Arts vorzubereiten. Im ersten Versuch gescheitert, wurde er 1895 gemeinsam mit Albert Marquet (* 27. März 1875 in Bordeaux; † 14. Juni 1947 in Paris) doch aufgenommen und Schüler von Gustave Moreau (* 6. April 1826 in Paris; † 18. April 1898 in Paris).

Von 1896 bis 1898 reiste er mehrfach in die Bretagne. 1898 heiratete er zudem Amélie Noellie Parayre, die ihm zwei Kinder schenkte, und auch seine Tochter Marguerite, die aus einer früheren Beziehung mit dem Modell Camille (Caroline) Joblaud stammte, wurde in die Familie integriert. Von 1900 bis 1905 fand sich der Künstler in einer Krise finanzieller Art, die ihn dazu veranlasste, als Dekorationsmaler tätig zu werden.
Als er diese Krise schlussendlich überwunden hatte, bemühte er sich um Auftragsarbeiten. Als er den Sommer 1905 gemeinsam mit André Derain (* 10. Juni 1880 in Chatou; † 8. September 1954 in Garches) am Mittelmeer verbrachte, erarbeiteten die beiden Künstler einen neuen Stil, den Fauvismus, welcher später in die Kunstgeschichte eingehen sollte.

Im Jahre 1906 lernte er Pablo Picasso (* 25. Oktober 1881 in Málaga; † 8. April 1973 in Mougins) kennen; beide verband von nun an eine Freundschaft, welche durch eine sogenannte „schöpferische Rivalität“ charakterisiert wurde.

Aufgrund zahlreicher Erfolge als Maler und Bildhauer gründete er 1909 die „Académie Matisse“, in der er selber lehrte. Mit einem seiner Schüler reiste er im Jahr 1908 erstmals nach Deutschland, wo sich die Mitglieder der Künstlergruppe Brücke vergebens um seinen Beitritt zur Gruppe bemühten. Eine weitere Premiere in diesem Jahr war seine erste Ausstellung in den USA in der Galerie 291, die Alfred Stieglitz gehörte.

Trotz weiterer internationaler Ausstellungen blieb Frankreich immer der Hauptwohnsitz des Künstlers; bis 1954 lebte er in Nizza. Nach 31 Jahren endete die Ehe mit seiner Frau Amélie, die nicht damit einverstanden war, das der Künstler eine 22-jährige Assistentin einstellte. Die Folgejahre des Künstlers waren nicht nur von zahlreichen Auftragsarbeiten, sondern auch von einer schweren Krankheit gezeichnet. Sein Leben endete am 3. November 1954 in Nizza durch einen Herzanfall. Heute ist sein Grab auf dem Friedhof in Nizza zu besichtigen; es liegt auf dem höchsten Punkt des Friedhofs von Cimiez. Die Stelle war ein Geschenk der Stadt an den großen Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer. Als Mitbegründer des Fauvismus ist Matisse als einer der wichtigsten Künstler der Moderne in die Geschichte der Kunst eingegangen.