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Gaston Lachaise - ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer

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Sitzende Frau mit angehobenen Armen, signiert Gaston Lachaise
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Moderne Kunst - Abstrakter Frauentorso, sign. Gaston Lachaise
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Bronze Skulptur Frauenkopf von Gaston Lachaise
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Gaston Lachaise Bronze Torso zweier Beine signiert
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Moderne Skulptur- Auf Pferd hockender Junge- sign. G.Lachaise
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Gaston Lachaise war ein französisch-US-amerikanischer Bildhauer, der als der Wegbereiter des amerikanischen Modernismus bekannt wurde und am 19. März 1882 in Paris das Licht der Welt erblickte.

Er wurde als Sohn eines Tischlers der vornehmeren Pariser Gesellschaft geboren und begann sich schon im Alter von zwölf Jahren mit der Kunst und der Bildhauerei zu beschäftigen. Als er das Alter von 16 Jahren erreicht hatte, erlaubte man ihm an der Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris zu studieren, wo er die klassischen Techniken der Bildhauerei mit schnellem Erfolg erlernte. Nachdem der junge Künstler eine Büste von Ally, seiner Schwester, angefertigt hatte, waren seine Lehrer so von seinem Können begeistert, dass man ihm zum Salon des Artistes Francais schickte, um sein Können einem breiteren Publikum zu präsentieren. Sein erfolgreicher Anfang als Bildhauer war erfolgversprechend für eine zukünftige Karriere. Doch zwischen 1901 und 1903 sollte sich das Leben des talentierten jungen Mannes erst einmal ändern.

In dieser Zeit lernte er die damals verheiratete Franco-Kanadierin Isabel Dutaud Nagle kennen und verliebte sich in sie. 1928 schrieb er in seiner Autobiographie, dass Isabel seine Inspiration und der führende Einfluss auf seine Werke war. Nachdem Lachaise diese Frau getroffen hatte, entschied er sich sein Studium abzubrechen, um ihr in die USA folgen zu können.

Da er aber nicht über die finanziellen Mittel verfügte die Überfahrt bezahlen zu können, arbeitete der talentierte junge Künstler als Hilfsarbeiter für René Lalique (* 6. April 1860 in Ay in der Champagne; † 5. Mai 1945 in Paris), einen französischen Glaskünstler.
In den USA angekommen, arbeitete er weiterhin als Assistent verschiedener Künstler. Dabei war er unter anderem drei Jahre lang für den Bildhauer Henry Hudson Kitson (* 1863; † 1909) tätig, für den er die Details an Kriegsdenkmälern bearbeitete. Seine Freizeit verbrachte Lachaise mit der Fertigung von Tonstatuen von seiner Liebe und Muse Isabel.

1913 konnte er in den USA dann erstmals große öffentliche Aufmerksamkeit mit der Statue „Nackte Frau mit Mantel“ erzielen. In der Folge erhielt der Künstler und Bildhauer zahlreiche Aufträge, wobei er aber eigentlich durch die Huldigung seiner Liebe Isabel und die Dank ihrer Inspiration erschaffenen Skulpturen berühmt wurde. Die Arbeiten des Bildhauers galten zu seiner Zeit als überaus provokativ; er fertigte weibliche Körper mit dünnen Beinen und großen Brüsten an. Diese nicht ideale Darstellung der Nacktheit galt als provokant und erhitzte die prüden amerikanischen Gemüter. In seinen späteren Werken verherrlichte Lachaise die Weiblichkeit, indem er vereinzelt Körperpartien in übertriebenen Proportionen darstellte. Seine Werke waren später immer weniger das Abbild Isabels, sondern ein Abbild seiner Liebe zu Isabel.

Der französisch-US-amerikanischer Bildhauer Gaston Lachaise verstarb unerwartet kurz nach der Eröffnung einer ihm gewidmeten Retrospektive, welche vom Museum of Modern Art in New York ausgerichtet wurde.

Damit war er der erste lebende Künstler, dem die Ehre zuteil wurde, noch zu Lebzeiten eine Retrospektive gewidmet zu bekommen. Auch das berühmte Designerehepaar Eames ehrte den Künstler Lachaise auf eine besondere Art; sie entwarfen eine Liege, welche in Anlehnung an die Skulptur „Nackte Frau mit Mantel“ designt wurde.