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Ferdinand Preiss - Der Art Deco Künstler

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Ferdinand Preiss (1882-1943) gilt als einer der führenden Vertreter der Art-déco-Bewegung.

Johann Philipp Ferdinand Preiss wurde am 13. Februar 1882 in Erbach im Odenwald geboren. Er hatte fünf Geschwister. Als er 15 Jahre alt war, verstarben beide Elternteile. Er wurde in der Familie des bekannten Elfenbeinschnitzers Philipp Willmann aufgenommen. Bei diesem erlernte er das Handwerk des Elfenbeinschnitzens.

1901 verließ er Wilmanns Werkstatt und unternahm Bildungsreisen nach Rom, Mailand und Paris. Seinen Lebensunterhalt finanzierte er durch seine Tätigkeit als Modelleur. Nach seiner Rückkehr nach Baden-Baden lernte er seinen späteren Freund und Compagnon Arthur Kassler kennen. Mit ihm gründete er 1906 das Unternehmen Preiss & Kassler, eine auf Elfenbeinkunst spezialisierte Werkstatt mit Sitz in Berlin.

Ein Jahr später heiratete er die Berlinerin Margarethe Hilme. Kurz darauf werden sein Sohn Harry und seine Tochter Lucie geboren. In den ersten Jahren nach der Werkstattgründung fabrizierten die Unternehmer Kleinplastiken aus Elfenbein, darunter Kinderstatuen und Skulpturen, deren Inspiration sie aus den klassischen Idealen schöpften. Ab 1910 entstanden neben Modellkollektionen erste Kombinationsplastiken aus Bronze und Elfenbein.
Gegossen wurden die Plastiken von der bekannten Firma Gladenbeck in Berlin. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 beschäftigte die Firma Preiss & Kassler sechs talentierte Elfenbeinschnitzer. Auch der rumänische Bildhauer Demetre Chiparus beherrschte die Technik des Kombinierens von Bronze und Elfenbein.

Nach Kriegsende nahmen die Unternehmensgründer ihr Geschäft wieder auf. In den 1920er Jahren florierte das Geschäft. Preiss übernahm die künstlerische Leitung; Kassler widmete sich den kaufmännischen Angelegenheiten.

Die Kernkompetenz des Unternehmens bestand in der Folgezeit in der Fertigung von Kabinettsplastiken im Stil des Art deco. Kombiniert wurden Elfenbein und bemalte Bronze. Als Fundament wurden Onxy- und Marmorsockel verwendet. Mit unter wurden die Plastiken an Tischuhren und Lampensockeln angebracht. Nahezu alle Modelle wurden von Ferdinand Preiss entworfen und in Serie hergestellt. Viele Produkte wurden nach England und in die USA exportiert.

Die Unternehmensgesichte schreibt sich bis ins Jahr 1943 fort. In diesem Jahr starb Preiss im Alter von 61 Jahren an einem Gehirntumor. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 brannte die Berliner Werkstatt bei einem Bombenangriff vollständig aus. Preiss` Kombinationsplastiken gehören weltweit zu den höchstbezahlten.