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Bergmann Wien - Wiener Bronzen & Erotik Bronzefiguren

Erotik Wiener Bronze -Faun/ Satyr fährt Jungfrau auf Schubkarre
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Wiener Bronze Faun -  Teufel -  Satyr - Schale -  signiert Milo
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Franz Bergmann gilt als der Begründer der bekanntesten Bronzenfabrikation Wiens. Er wurde am 26. September 1838 in Gablonz geboren und begann als Gürtlergehilfe zu arbeiten. Als Bergmann als junger Mann in die Stadt Wien kam, lernte er das Handwerk des Bronzeverarbeitens bei Josef Ott. Im Jahre 1860 legte er zum einen seine Meisterprüfung als Ziseleur ab und heiratete zum anderen im selben Jahr die Tochter seines Lehrmeisters Ott.

Als er im Jahr 1884 die Pariser Weltausstellung besuchte, lernte er erstmals die französische Bronzekunst kennen und entdeckte das Geheimnis der Naturpatina. Der junge Bergmann war so von dieser Kunst begeistert, dass er den Entschluss fasste, selber Bronzen zu produzieren. Diese Idee stellte sich später als äußerst gewinnbringend heraus; dank der Gründung seiner Bronzegießerei kam er nicht nur zu Ehren, sondern auch zu großem Wohlstand.

Als Franz Bergmann sich aus dem Geschäft zurückzog, übernahm sein ältester Sohn Franz Xaver die Geschäfte. Er war gelernter Ziseleur und Bronzearbeiter mit herausragenden Ideen; nach seinen Vorstellungen wurden Maler engagiert, die die Bronzeplastiken naturalistisch gestalteten. 1900 war er Aussteller bei der Pariser Weltausstellung, wo er den „Goldenen Sektkübel“ präsentierte und für diese Arbeit mit einer Medaille ausgezeichnet wurde. 1900 gilt auch als das Geburtsjahr des bekannten Krug-Zeichens der Manufaktur Bergmann und verhalf der Gießerei nicht nur zu großem Ruhm, sondern steigerte auch den Wiedererkennungseffekt der Produkte. Auch die Signatur „NAMGREB“ entstammt der Gießerei Bergmann. Dies ist die rückwärts und seitenverkehrt geschriebene Version des Namens Bergmann, die synonym für den Firmennamen auf erotische Bronzen punziert wurde.
Obwohl die erotischen Bronzen der Gießerei immer beliebter wurden, war es wahrscheinlich der gesellschaftlichen Prüderie geschuldet, dass man nicht den eigentlichen Firmennamen auf die Bronzen brachte, sondern das Synonym verwendete. Das sonstige Sortiment der Gießerei war eine Auswahl an Hunden, Muselmännern, Indianern, Fröschen, Hasen, Vögeln und anderen Lebewesen in teilweise menschlichen Posen.

Nicht nur der Erste und der Zweite Weltkrieg stellten eine jähe Zäsur für die Produktion der Wiener Bronzen da, sondern auch die Weltwirtschaftskrise. In der Folge dieser politischen Ereignisse wurden zahlreiche Bronzen eingeschmolzen; somit gingen etliche unersetzbare Originale verloren. Die von Franz Xaver Bergmann während der Krise geführte Gießerei wurde auf seine Veranlassung hin in dieser Zeit stillgelegt; sein Sohn Robert übernahm die Gießerei später und führte sie gemeinsam mit seiner Frau weiter. Nach dem Tode Roberts übernahm seine Witwe die Gießerei, bis sie 1960 an „Fuhrmann & Co“ verkaufte, die die Tradition unter der neuen Firmenbezeichnung „Bergmann- Wiener Bronzen“ fortführten.

Neben Tierfiguren und den ausgefallenen Erotikbronzen, die heute begehrte Sammlerstücke darstellen, wurden auch mechanische Bronzen gefertigt, bei denen unterschiedliche Teile der Bronzen, welche mit Scharnieren versehen waren, abgehoben werden konnten. Meist trat mit der Betätigung des Scharniers eine (erotische) Überraschung zum Vorschein.

Insgesamt gab es in der Stadt Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts über 80 Betriebe, die diese kleinfigürlichen Bronzekunstwerke fertigten. Doch die Firma Bergmann, gegründet durch Franz Bergmann, gilt bis heute als die berühmteste Gießerei der österreichischen Stadt Wien.