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Aristide Maillol - Bekannt aus dem Museum of Modern Art in New York

Moderne Kunst Bronze
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Der Bildhauer, Grafiker und Maler Aristide Maillol wurde am 8. Dezember 1861 in Banyuls- sur-Mer, Pyrénées-Orientales geboren. In Frankreich galt er als der wichtigste Gegenpol zu Auguste Rodin (* 12. November 1840 in Paris; † 17. November 1917 in Meudon). Sein Schaffen sollte die europäische Plastik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflussen.

Im Alter von 20 Jahren ging Maillol aus seinem Heimatort weg, um in Paris Kunst zu studieren. Bei einem ersten Versuch ein Student der École nationale supérieure des beaux- arts de Paris zu werden, scheiterte er, wurde aber am 17. März 1885 doch noch aufgenommen. Maillol studierte bis 1893 an der Universität; unter anderem unter Alexandre Cabane (* 28. September 1823 in Montpellier; † 23. Januar 1889 in Paris). Seine Bilder und seine gesamte Malerei standen dabei unter dem Einfluss der zeitgenössischen Künstler Paul Gauguin (* 7. Juni 1848 in Paris; † 8. Mai 1903 in Atuona on Hiva Oa, Marquesas) und Pierre Puvis de Chavannes (* 14. Dezember 1824 in Lyone; † 24. Oktober 1898 in Paris), zwei Künstler die er persönlich kannte.

Im Jahr 1892 trat er der Gruppe Nabis bei, deren Kunst die damalige Zeit prägte. Auch beschäftigte sich Maillol mit der Textilkunst und richtete in seinem Heimatort Banyuls im Jahre 1893 ein Atelier ein, wo nicht nur einheimische Frauen, sondern auch Angélique, seine Schwägerin in spe und seine zukünftige Ehefrau Clotilde Narcis arbeiteten.
1894 kehrte er mit Clotilde Narcis nach Paris zurück, wo sie eine Wohnung bezogen; zwei Jahre später heiratete er sie und sie schenkte ihm noch in selben Jahr ein Kind; Lucien. Seine Frau Clotilde Narcis und ihre Proportionen wurden für Maillol das wegweisende Idealmodell für mehr als zehn Jahre.

Als Maillol im Jahre 1904 den Mäzen Harry Graf Kessler (* 23. Mai 1868 in Paris; † 30. November 1937 in Lyon) durch eine Empfehlung Rodins kennen lernte, eröffneten sich für Maillol neue Welten. Harry Graf Kessler ermöglichte Rodin zahlreiche Reisen und verschaffte ihm zudem auch Aufträge. Als Maillol im Jahre 1908 zusammen mit dem Grafen und dem österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal (* 1. Februar 1874 in Vienna; † 15. Juli 1929 in Rodaun in der Nähe von Wien) nach Griechenland reiste, entdeckte er die antiken Skulpturen als ein neues Sujet für sich. Aus den antiken griechischen Skulpturen entwickelte er die Idee der sogenannten reinen Plastik mit vereinfachten und rundplastischen Formen.

Schon die Skulptur „La Mediteranée“ entstand auf den Wunsch seines Förderers und auch die Erschaffung von „Le Cycliste und Le Desir“ wurden von Kessler angeregt. Im Jahr 1913 nahm er dann an seiner ersten Auslandausstellung in den Niederlanden teil, in 1925 stellte er erstmals in den USA aus. In den Jahren 1828 und 1930 reiste er weiter nach Deutschland, 1936 dann nach Italien.

Im Jahr 1944 verstarb der Künstler, den man oft als „Cézanne der Bildhauerei“ bezeichnete, durch einen Autounfall am 27. September. Dieser ereignete sich auf einer Dorfstraße und gab Anlas für zahlreiche Spekulationen und Gerüchte.