Unter moderner Kunst versteht man die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts und sie wird in der Fachsprache oftmals mit dem Begriff Kunst der Moderne bezeichnet. Der Beginn dieser Epoche ist umstritten.
Es wird gemeint, dass der Expressionismus in seiner Form und seiner krassen, ungewöhnlichen Ausprägung die Moderne Kunst eingeleitet hatte.
Dieser charakterisiert sich durch die Darstellung von realistischen Wiedergaben der Motive und der subjektiven Darstellung von Erlebten. Besonders bekannt sind dabei die Werke von Paul Gaugin oder Edward Munch und auch die Künstlergruppen „Brücke“ oder „Blauer Reiter“, lebten diesen Stil in ihrer Kunst aus.
Weiterhin bildete sich in dieser Epoche auch die Art Brut (frz.: rohe Kunst), eine Kunst geschaffen von Laien, von Menschen mit geistiger Behinderung oder auch von Kindern, aus.
Die Neue Sachlichkeit, als neoexpressionistischer Pathos, ist durch realistische Darstellung bekannt und durch Werke von Otto Dix oder Christian Schad, gekennzeichnet
Eine weitere Richtung der Modernen Kunst stellt der Tachismus (frz.: Farbfleck) dar, welcher der abstrakten Malerei zugeordnet wird. Bilder des Tachismus sind durch das unbewusste Auftragen von spontanen Emotionen durch Farbe auf die Leinwand gekennzeichnet.
Weiterhin ist der Dadaismus, als Protest zu der etablierten Kunst, der Modernen Kunst zuzuordnen.
Der Modernen Kunst wird immer wieder der Gegensatz zum Mainstream, dem so genannten Geschmack der breiten Masse, zugeschrieben.
Einen Höhepunkt dieser Kontroverse bildet die Ausstellung „Entartete Kunst“ in welcher die Nationalsozialisten verschiedene Werke der Modernen Kunst als „entartet“ präsentierten und somit einen Widerspruch offen legten.
Die Moderne Kunst wird heute von einigen konservativen Kreisen der Gesellschaft oftmals noch abgelehnt, da sich die konservativen Kreise eher den Kunstbegriff der Antike oder der Klassik verschrieben haben.